Berichte aus den Camps
Jugendliche aus Münster und Dortmund bauen einen Spielplatz in Belarus
Von ihrem Alltag im ewoca³-Workcamp "Natura" in Belarus berichten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer E-Mail. Junge Leute aus Dortmund und Münster von der Landesarbeitsgemeinschaft Lokale Agenda 21 arbeiten dort gemeinsam mit Gleichaltrigen von der Organisation "Legambiente" aus Rom/ Italien und der "Stiftung Lebendige Partnerschaft" in Minsk /Belarus unter anderem im Kinderzentrum Nadeshda:
"22 Jugendliche aus Belarus, Italien und Deutschland sind am berühmten Nadeshda Kinderzentrum zu einem Workcamp zusammen gekommen. Für die meisten von ihnen ist das die erste internationale Jugendbegegnung ihres Lebens.
“Es ist ein interessantes Workcamp, wir haben eine Menge Spaß und machen wunderbare Sachen”, gibt Anastasia Shevchik (16), eine belarussische Teilnehmerin, begeistert zu Protokoll. Jeden Tag steht die Gruppe um 8 Uhr in den Zelten auf und muss sich das Frühstück auf dem 1 Kilometer langen Weg vom Zeltplatz zum Kinderzentrum erst einmal erarbeiten. Nach dem täglichen „Kick Off” mit Spielen und Informationen teilen sich die TeilnehmerInnen auf ihre Arbeitsgruppen auf. Es gibt zwei Arbeitsprojekte. Eine Gruppe arbeitet am Teich, baut eine Naturbeobachtungsstation und Bänke und gestaltet die Landschaft rund herum. Die andere Gruppe erstellt einen Spielplatz für Kleinkinder ganz aus Holz.
Nach dem Mittagessen gibt es jeden Tag die „Open Time“, in der verschiedene Freizeitaktivitäten angeboten werden. Hier bieten auch die Jugendlichen Aktivitäten an, die sie gern machen möchten.
Ob Fußball, Volleyball, Djembe spielen oder Sonnenbaden – es gibt eine Menge Gelegenheiten, mit den anderen Spaß zu haben. „Nach dem Abendessen sitzen wir gern am Lagerfeuer, singen, rösten Brot und Würstchen. Wir lernen von den anderen viele neue Lieder und Wörter,“ berichtet Svenja Heesch (17) aus Deutschland.
Um über die anderen Kulturen zu lernen, bereitet jede Gruppe einen „national evening“ vor. Dort zeigen sich die TeilnehmerInnen gegenseitig, wie das Leben in ihren Heimatländern ist. „Alle lernen neue Sachen über die Kultur der Anderen und wir haben eine Menge Spaß,“ so Marta Brun (17) aus Italien.
An einem Tag haben wir das „Chernobyl museum“ des Nadeshda Kinderzentrums besucht. Dort lernten wir eine Menge schreckliche Sachen über diese Tragödie. Am nächsten Tag fuhren wir zum Dorf Druzhnaja, wo wir ökologische Häuser für die Opfer der Tschernobyl-Katastrophe sehen konnten. Diese Häuser werden in gemeinsamer Arbeit mit den zukünftigen Bewohnern und internationalen Freiwilligen aus Holz, Lehm und Stroh erbaut.
Einige wenige Tage bleiben uns noch in unserem Workcamp – wir freuen uns darauf, unsere Projekte abzuschließen, neue Freundschaften zu schließen und Minsk zu besuchen."
Aus dem Workcamp berichten hier: Anastasia Shevchik, Svenja Heesch, Marta Beata Brun
Übersetzung und Bearbeitung: Kathrin Schroeder.
Neuigkeiten aus dem ewoca³-Camp in Sibirien
In einer E-Mail aus dem ewoca³-Projekt in Sibirien berichtet Elmar Langner, Leiter der deutschen Gruppe, direkt aus Petropawlowka. Die Gruppe wird in Sibirien zusammen mit jungen Leuten aus Woodford Bridge in Großbritannien und aus Podgornij in Russland ein Strohballenhaus erreichten. Deutsche Projektpartner sind die Offene Tür St. John in Köln und der Verein "Grüner Grashalm" e. V. in Fahren:
"Pünktlich am 23. Juli 2009 verließ die deutsche Gruppe des Projektes den Berliner Hauptbahnhof im Nachtzug nach Moskau, beladen mit reichlich Gepäck für fünf Wochen, für Touren auf Flüssen und durch die Taiga und mit Werkzeug und Baumaterial für das Strohballenhaus. Die Fülle des Gepäcks erforderte einiges Verhandlungsgeschick mit den Schaffnern der Waggons in den Zügen, die anfangs meist der Meinung waren, dass man soviel „Bagasch“ nun doch wieder nicht mit sich führen dürfe, die Züge seinen für Personen, nicht für Material unterwegs.
Als Glücksgriff erwies sich, dass ein sechzehnjähriger Teilnehmer bis zu seinem zehnten Lebensjahr in Kasachstan gelebt und danach mit seiner Familie nach Deutschland übergesiedelt war; er dolmetschte perfekt und wusste auch mit der russischen Mentalität und Vorgehensweise hervorragend umzugehen, so dass, um in diesem Punkte vorzugreifen, all unser Gepäck mit uns Petropawlowka erreichte, obwohl schon in Berlin der Schaffner die Abfahrt des Zuges zu verhindern suchte, bis wir einen Teil wieder ausgeladen hätten.
Das Umsteigen mit Bahnhofswechsel in Moskau, wofür wir aufgrund von Verspätungen nur zwei Stunden hatten, klappte hervorragend, weil Julia von Petropawlowka aus einen Führer und ein Lastentaxi an den Zug organisiert hatte, die uns freundlich geleiteten; auch wenn es schon Mitternacht war, herrschte verwirrender Betrieb auf Straßen und Plätzen, ganz zu schweigen von den Wegen und Abläufen in den Bahnhöfen.
Im Zug nach Krasnojarsk war die Gruppe in drei Waggons über den ganzen Zug verteilt, was die dreitägige Reise nicht vereinfachte. Hinzu kommt, dass die offenen Schlafwagen der Transsibirischen Eisenbahn für deutsche Reisende aufgrund ihrer Enge doch sehr gewöhnungsbedürftig sind. Vorteil dieser Art zu reisen ist, dass man nach anfänglichen Vorbehalten auf allen Seiten mit der Zeit mit fast allen Mitreisenden „Freunde“ wird; will sagen, alle kommen mit allen in Kontakt, die Verständigung klappt auch mit den wenigen Worten Russisch, die den meisten Teilnehmern zur Verfügung stehen (wir begegneten nur zwei Englisch sprechenden russischen Studenten im Zug) und, vor allem, bekamen alle Teilnehmer eine deutliche Vorstellung von der Kultur in diesem weiten Land, von den Gepflogenheiten, dem Alltag in seiner zuweilen Ärmlichkeit, aber auch in seiner Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Einige Teilnehmer gewannen schon in diesen ersten Tagen einen anderen Blickwinkel auf ihr eigenes Leben daheim zu dem bisherigen hinzu und stellten bisherige Überzeugungen ein Stück weit in Frage.
In Krasnojarsk wurden wir, wieder um Mitternacht, von jungen Leuten der Partnerorganisation INTERRA empfangen und zur Übernachtung in einen Karate-Trainingsraum geleitet, nicht ohne mit einem kleinen Buffet überrascht worden zu sein. Den nächsten Tag widmeten wir einer Besichtigung Krasnojarsk mit dem mächtigen Enisej. Gegen Mittag vereinigten sich die deutsche und die englische Gruppe, die um 10.00 auf dem Krasnojarsker Flughafen gelandet waren. Die Gruppe genoss es sehr, wieder umher laufen zu können, einzukaufen oder in einem Café zu sitzen. Ganz beiläufig machten sich so die beiden Gruppen miteinander bekannt und viele waren froh, sich des gewohnteren Englisch statt des fremd klingenden Russisch bedienen zu können.
Abends ging dann unser Zug eine letzte Nacht hindurch in den nun schon gewohnten Schlafwagen durch die jetzt hügeligere Landschaft nach Kuragino, der Kreisstadt der Region am Sayan-Gebirge, wo wir gegen 8.00 Uhr ankamen. Dort erwartete uns ein Kleinbus, der die letzten etwa 70 km in knapp 2 Stunden auf Schotterpisten zurücklegte, entlang dem Fluss Kasyr und durch ein sehr malerisches Tal. Etwa 11.00 Uhr, also nach exakt sechs Tagen von Tür zu Tür, erreichten wir Petropawlowka, wo wir aufs Herzlichste begrüßt wurden. Das Camp liegt am Rande des Dorfes, das sich am Fluss entlang zieht, direkt am Ufer. Die Baustelle ist auf einer großen Wiese zwischen Straße und Fluss. Im Camp wurden von den Team, die vor uns früher hier waren, schon ein Küchenzelt, ein Sportplatz, ein Trockenklo, Feuerplatz, Waschplatz und Solarduschen eingerichtet, so dass wir uns quasi schon in ein gemachtes Bett legen konnten. Beeindruckend in diesem Dorf war für alle, wie einfach und doch schön die Häuser gebaut sind, wenn auch zuweilen in schlechtem Zustand und wie anders als in Deutschland das alltägliche Leben abläuft (es gibt beispielsweise vier Läden für die 800 Einwohner des Dorfes, die ein unterschiedliches und gleichermaßen beschränktes Angebot vorhalten). Auch andere Selbstverständlichkeiten wie Internet, Telefon und Computer gibt es hier nur zeitweise, beschränkt oder sie sind sehr teuer.
Die ersten drei Tage unseres Aufenthaltes sind gleich dem Bau gewidmet; gestern und heute arbeitete die ganze Gruppe an den beiden Häusern. Während die einen bereits damit begannen, den Dachstuhl des kleineren Hauses mit Strohballen zu dämmen, gingen andere Gruppen daran, das frisch gelieferte Holz zu entrinden, das Ständerwerk für ein provisorisches Dach für die zweite Baustelle zu errichten, damit auch im Trockenen gearbeitet werden kann (für Strohballenbau eine wesentliche Bedingung bei unsicherer Witterung) oder den Unterbau für die später um das Haus laufende Veranda zu bauen. Wir waren auf der Baustelle etwa je zehn Russen und Deutsche und fünf Engländer. In den Gruppenrunden an den Abenden, in denen wir die Tage reflektieren, wurde von den meisten Teilnehmern berichtet, wie sehr es ihnen Spaß gemacht hatte, unter der fachkundigen Anleitung von Architekt und Zimmerermeister Dinge zu tun, die sie noch nie getan hatten. Besonders spannend war, wie gut man sich in so kurzer Zeit kennen lernen und einander vertrauen kann, ohne die Sprache der anderen zu verstehen, weil man gemeinsam etwas tut. Dieser Umstand sorgt auch dafür, dass viel gelacht wird, sei es, weil alle drei Sprachen gemischt werden, sei es, dass unbeabsichtigt merkwürdige Dinge gesagt werden, sei es, dass die Gestik mangels passender Worte ausufert.
Ein kleiner Ausblick sei an der Stelle noch angefügt: Am Sonntag ist Ruhetag, der für Besuche, Sport und Spiel genutzt werden kann; auch Führungen durch den Ort und eine Floßfahrt auf dem Kasyr in den Nachbarort sind geplant. Montag und Dienstag wird wieder gearbeitet. Die darauf folgenden vier Tage bis zum Samstag geht es mit dem Floß über den See Tiberkul und danach in die Taiga, in ein schönes Tal des Ost-Sayan. An allen Tagen, die wir im Camp und auf der Baustelle verbringen, wird miteinander Fußball, Volleyball, Federball und anderes gespielt, gibt es mannigfaltige Gespräche zwischen allen Teilnehmern, die sich immer besser kennen lernen, erstaunlicherweise auch über alle Sprachbarrieren hinweg, und natürlich viel Zeit zur persönlichen Reflexion.
Insgesamt hat das Projekt bisher gut begonnen, alle Schwierigkeiten konnten gemeistert werden und wir sind sehr zuversichtlich, dass dieses Projekt zu einem Erfolg wird."
Volles Programm beim ewoca³-Camp in Dunaevo
Fröhliche Fotos erreichen uns vom ewoca³-Workcamp in Dunaevo in Belarus: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Dortmund, sowie aus Pecz und Umgebung in Ungarn arbeiten schon fleißig mit ihren gleichaltrigen Gastgebern aus Belarus an der Umgestaltung eines alten Bauernhofes zu einem Jugendzentrum.
Und nicht nur die Arbeit begeistert die bunt gemischte Gruppe aus sieben Deutschen, neun Ungarn und neun Belarussen sowie zwei belarussischen Campleiterinnen Nastia Kuzmich und Marina Starovojtova.
Zu ihrer ersten Begegnung trafen sich die 18- bis 23-jährigen in der belarussischen Hauptstadt Minsk. Von dort aus ging es rund 120 Kilometer in Richtung Süden ins Dorf Dunaevo, in dem es nicht einmal Telefonleitungen, geschweige denn Internetanschlüsse gibt, aber doch immerhin Handy-Empfang.
Die erste Aufgabe für die ewoca³-Gruppe bestand darin, einen Platz für das Lagerfeuer herzurichten. Und dann ging es fröhlich an die Arbeit, die der Soziale Friedensdienst zur Völkerverständigung mit Osteuropa e. V. aus Dortmund als Teil-Bauabschnitt im Rahmen des Gesamtprojektes schon vorbereitet hatte: Den Bau einer so genannten Trockentoilette, die ohne Kanalanschluss funktionieren muss und die in diesen Tagen fertig wird.
Bei nationalen Begrüßungs- und Themenabenden stellten bisher schon die belarussischen Gastgeber und die Ungarn die kulinarischen Eigenheiten und die musikalischen Vorlieben ihrer Heimat vor. Das Freizeitprogramm enthielt außerdem allerlei kreative Aufgaben, wie die Gestaltung von Teilnehmer-T-Shirts und die Verschönerung einer Karte für das Camp und das Dorf. In einer spontanen, Länder übergreifenden Hilfsaktion konnten Camp-Teilnehmer auch einer alten Frau aus dem Dorf unter die Arme greifen.
Ausflüge in die benachbarte Kreisstadt Kopyl (mit 40 000 Einwohnern eine typische Kleinstadt in der belarussischen Provinz) und in das Dorf Semezhevo vermittelten einen Eindruck vom Alltag im EU-Nachbarland.
Für Dienstag hatte sich die Gruppe eine Aufräumaktion an einem geschichtsträchtigen Ort vorgenommen: Auf dem früheren Landgut von Edward Vojnilovich in Dunaevo. Die Ruine dieses Landguts zählt zu den herausragenden kulturhistorischen Werten des Landes. Der früherer Besitzer, Edward Vojnilovich, hatte das Landgut Anfang des 20. Jahrhunderts verkauft, um aus dem Erlös die berühmte katholische Kirche in Minsk zu errichten (http://www.minsk-old-new.com/minsk-2727.htm).
Diese Aufräumaktion wird gemeinsam mit Vertretern des Exekutiv-Komitees der Region Kopyl (vergleichbar etwa einer Stadt- oder Kreisverwaltung), dem örtlichen Landeskundemuseum und der staatlichen Jugendorganisation (BRSM) vorgenommen. Zu dieser Aktion hatten sich außerdem Vertreter der örtlichen Zeitung ankündigt, die nicht nur berichten, sondern sogar mithelfen wollten.
Als nächstes wollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Fotos auf www.mygreenfinger.org hochladen – sobald sie wieder in der Nähe von Hotspots und Telefonverbindungen sind.
WDR-Lokalzeit berichtete über ewoca³-Camp in Hattingen
Ganz schön aufregend für die 18 bis 23 Jahre alten Teilnehmerinnen und Teilnehmer am ersten von insgesamt 13 ewoca³-Workcamps, das am Freitag in Hattingen endet: Ein Fernseh-Team der WDR-Lokalzeit Dortmund und Reporter der WAZ Hattingen besuchten das Workcamp am Montag und Mittwoch. Am Mittwochabend ging der TV-Beitrag in der Lokalzeit Dortmund auf Sendung, inklusive Live-Schaltung zum Camp.
Das Fernsehteam kam gleich zweimal nach Hattingen, informierte sich rundum über das Projekt „Prima Klima“ und begleitete die Workcamp-Teilnehmer, um ein lebendiges Bild des vielseitigen Projektes vermitteln zu können. „Was habt Ihr bisher gelernt ?“, „Wie verständigt Ihr Euch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Litauen und Belarus?“ und schließlich die Frage, die den Adrenalinspiegel dann doch in die Höhe trieb: „Wer ist denn bereit, während der Live-Schaltung ins Mikrophon zu sprechen?“
Nach der Ausstrahlung fiel die Anspannung von allen ab: Ein toller Fernseh-Beitrag! Eine tolles Workcamp!
Nach der Abschlusspräsentation in der Hattinger Innenstadt am heutigen Donnerstag packen die 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Koffer. Erst im Sommer 2010 werden sie sich wieder sehen: Dann ist der Bildungsverein Nowaja Kastalija Gastgeber und die Hattinger und Litauer reisen nach Belarus.
Zum WDR-Beitrag geht es hier (nur bis zum 28. Juli!).
Zum WAZ-Bericht geht es hier.
Die internationalen Sommer-Workcamps ewoca³ starten
13 Jugendeinrichtungen in NRW und 300 Jugendliche aus ganz Europa beteiligt
Spannung und Vorfreude: ewoca³ bringt in diesem Sommer mehr als 300 Jugendliche aus fast ganz Europa zusammen. In wenigen Tagen beginnen die trilateralen Begegnungen in Deutschland, Russland, Belarus und Bosnien-Herzegowina. 13 Workcamps sind in diesem Jahr geplant und ebenso viele jeweils in den beiden kommenden Jahren. In folgenden Städten in Nordrhein-Westfalen (NRW) starten die Workcamps: Asbach im Westerwald, Bonn, Hagen, Hattingen, Gevelsberg, Recklinghausen und Tecklenburg bei Steinfurt. Jugendliche aus Bünde, Dortmund und Köln nehmen an Workcamps im Ausland teil.
Die Stiftung Mercator unterstützt ewoca³ mit insgesamt 1,75 Millionen Euro. Die Organisation liegt in den Händen des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks e.V.
NRW-Landtagspräsidentin Regina van Dinther ist Schirmherrin des auf drei Jahre angelegten Programms. Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator: „ewoca³ vernetzt die Jugendeinrichtungen im europäischen Raum und bringt Jugendliche aus ganz Europa zusammen. Der interkulturelle Austausch, die Arbeit an einem gemeinsamen Projekt und die Begegnung in drei Ländern werden für die Jugendlichen viele spannende Erfahrungen und neue Eindrücke mit sich bringen.“
Acht Workcamps finden in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen statt, drei in Belarus, eines in Bosnien-Herzegowina und eines in Sibirien. Damit haben junge Briten aus Essex mit rund 6.300 Kilometern und junge Kölner mit mehr als 5.000 Kilometern nach Petropawlowska in Sibirien die weiteste Anreise vor sich. Gemeinsam werden dort Jugendliche aus Großbritannien, Deutschland und Russland ein Strohballenhaus als Jugendbegegnungszentrum errichten.
Am 13. Juli beginnt das erste ewoca³-Workcamp in Hattingen. Am 28. September endet das letzte Workcamp in Recklinghausen. 312 Jugendliche – mehr als 90 davon aus Nordrhein-Westfalen – nehmen an den 13 gemeinnützigen ökologischen Projekten teil. Neun Camps werden Häuser, Wege oder Teiche bauen, zwei starten Kampagnen zum Energiesparen, eine Gruppe arbeitet im ökologischen Landbau und eine Gruppe bereitet eine Aufforstung vor.
Die 13 Workcamps:
„Let’s go – Jugendliche zeigen, wo es lang geht“ (Lehrwanderpfad in Asbach);
15.08. bis 05.09.09 in Asbach; Jugendliche aus Brüssel, Belgien und Asbach;
Haus Niedermühlen, Oberhausen, www.jugendheim-niedermuehlen.de
„Natur erleben 2009 – Wir bauen eine Steganlage“
27.07. bis 15.08.09 in Tecklenburg bei Steinfurt; Jugendliche aus Litauen, Polen und Steinfurt; Kreisjugendamt Steinfurt – Sachgebiet Jugendsozialarbeit in Kooperation mit Naturschutz Tecklenburger Land ANTL, Tecklenburg, www.antl-ev.de
„Menschen und Natur als Einheit“ (Gestaltung einer kleinen Gartenanlage)
24.07. bis 14.08.09 in Hagen; Jugendliche aus Russland, der Türkei und Hagen;
SJD – Die Falken Hagen, http://www.falken-hagen.de
„Naturspielfläche Hellerfeld“
27.07. bis 14.08.09 in Gevelsberg; Jugendliche aus Polen, Italien und Hattingen;
Stadt Gevelsberg – Jugendzentrum, Gevelsberg
„Woodwork – Neue Bäume für Hagen“
02.08. bis 11.08.09 in Hagen; Jugendliche aus Russland, Österreich und Hagen;
Stadt Hagen – FB Jugend u. Soziales, Hagen
„Bau eines Wasserspielplatzes“
07.09. bis 28.09.09 in Recklinghausen; Jugendliche aus Bosnien-Herzegowina, Frankreich und Recklinghausen; Verein für Jugendheime e.V. / Heinrich Pardon Haus, Recklinghausen; www.hochseilgarten-re.de
„Gestalte deine Zukunft! Unsere Umwelt – Unsere Energie – Unsere Zukunft“ (Energiesparkampagne in der Region Köln/Bonn)
31.08. bis 13.09.09 in der Region Bonn; Jugendliche aus Polen, Frankreich und Köln/Bonn; Gustav-Stresemann-Institut e.V., Bonn, www.gsi-bonn.de
„Naturfreundliches Haus im Dorf“ (Energiesparkampagne in Fanipol, Belarus)
19.07. bis 02.08.09; Jugendliche aus Dortmund, Belarus und Ungarn;
Soz. Friedensdienst zur Völkerverständigung mit Osteuropa e.V., Dortmund, www.friedensdienste-osteuropa.de
„Jugendliche bauen ein Jugendbegegnungszentrum in Sibirien“
23.07. bis 25.08.09 (in Petropawlowska, Russland);
Jugendliche aus Köln, Russland und Großbritannien; Offene Tür St. John (Köln) in Kooperation mit Grüner Grashalm e.V., Fahren, www.ot-stammheim.de
„Bauen für eine gemeinsame Zukunft“ (Fertigstellung des Hauses der Begegnung); 07.08. bis 27.08.09 (in Stari-Lepel, Belarus);
Jugendliche aus Bünde, Belarus und Italien; Heimstätte Dünne gGmbH, Bünde
„Prima Klima?“ (Workcamp zu Klimawandel und Lebensraum Wald)
13.07. bis 24.07.2009 (in Hattingen); Jugendliche aus Hattingen, Belarus, Litauen;
DGB Bildungswerk e.V Jugendbildung, Hattingen, www.dgb-jugendbildung.de
„Natura – ein multilaterales Workcamp zur Nachhaltigkeit“ (Ausbildung zum Klimaagenten im Kinderzentrum); 30.07. bis 13.08.09 (in Nadesha, Belarus);
Jugendliche aus Dortmund, Belarus und Italien; Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V., Schwerte, www.lag21.de
„Let the sun come in“ (Regenerative Energieversorgung für Jugendeinrichtungen, Bau einer Schilfkläranlage und einer Solarwasserversorgung) 17.07. bis 08.08.09 (in Vlasencia, Bosnien-Herzegowina); Jugendliche aus Bosnien-Herzegowina und Lettland; Jugendamt Stadt Köln in Kooperation mit „Alte Schule e.V.“, Köln












